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Quelle: BUS Sachsen-Anhalt (Linie6PLus)

Erlaubnis als Heilpädagoge aus dem Ausland beantragen

Beschreibung

Der Beruf der Heilpädagogin beziehungsweise des Heilpädagogen ist in Deutschland durch die einzelnen Bundesländer reglementiert. Das heißt, Sie dürfen in diesem Beruf im Land Sachsen-Anhalt nur dann arbeiten, wenn Sie zum Führen der Berufsbezeichnung “Staatlich anerkannte Heilpädagogin”/ “Staatlich anerkannter Heilpädagoge” berechtigt sind.

Geprüft wird die Gleichwertigkeit mit dem Abschluss „Staatlich anerkannte Heilpädagogin/staatlich anerkannter Heilpädagoge", der in Sachsen-Anhalt an Fachschulen für Sozialwesen Fachrichtung Heilpädagogik vergeben wird.  Ist keine umfängliche Gleichwertigkeit gegeben, wird über Ausgleichsmaßnahmen entschieden (zum Beispiel Eignungsprüfung).

Sie haben eine Berufsqualifikation zum anerkannten Heilpädagogen aus dem Ausland und möchten nun in Sachsen-Anhalt ihren Beruf ausüben? Dann finden Sie hier alle wichtigen Informationen dazu.

  • Sie stellen einen schriftlichen Antrag einschließlich aller erforderlichen Unterlagen und richten diesen an das Landesschulamt Sachsen-Anhalt.     
  • Im Anschluss wird geprüft, ob Ihre Unterlagen vollständig eingereicht wurden. Wenn das nicht der Fall ist, werden Sie schriftlich aufgefordert, die entsprechenden Dokumente nachzureichen.                       
  • Für die Anerkennung überprüft die zuständige Stelle auf der Grundlage Ihrer Zeugnisse, ob bzw. in welchem Umfang Ihre ausländische Qualifikation einer deutschen Qualifikation für den Beruf der Heilpädagogin/ des Heilpädagogen entspricht. Diese Überprüfung basiert auf festgelegten formalen Kriterien, wie zum Beispiel Inhalt und Dauer der Ausbildung. Ihre einschlägige Berufserfahrung wird ebenso berücksichtigt wie weitere einschlägige Qualifikationen.
  • Innerhalb von drei Monaten nach Einreichen der vollständigen Unterlagen wird Ihnen von der zuständigen Stelle schriftlich mitgeteilt, ob  
    • eine Anerkennung erfolgt
    • Defizite in der Qualifikation vorliegen und daher eine Anerkennung nicht erfolgen kann.   

Bitte wenden Sie sich an das Landesschulamt Sachsen-Anhalt – Referat Berufsbildende  Schulen.

Es ist irrelevant, welche Staatsangehörigkeit Sie besitzen oder in welchem Land Sie Ihre Qualifikation erworben haben; 

Die staatliche Anerkennung für den Beruf „staatlich anerkannte Heilpädagogin"/ „staatlich anerkannter Heilpädagoge" wird erteilt, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ihre Ausbildung befähigt Sie, in dem Beruf zu arbeiten
  • Sie sind in Ihrem Ausbildungsstaat berechtigt worden, diesen Beruf auszuüben
  • zwischen Ihren Berufsqualifikationen und der entsprechenden landesrechtlich geregelten Berufsqualifikation gibt es keine wesentlichen Unterschiede

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • ein eigenhändig unterschriebener Lebenslauf mit
    • einer Darstellung des schulischen und beruflichen Werdegangs,  
    • Angaben zu Sprachkursen, Fort- und Weiterbildungen seit Einreise nach Deutschland,
  • ein Identitätsnachweis,
  • Bestätigung über den Wohnsitz in Sachsen-Anhalt,
  • Bescheinigung über eine Namensänderung,
  • im Ausland erworbene Schulabschlüsse und   Ausbildungsnachweise sowie Fächer- und Notenübersichten in Originalsprache und Übersetzung,
  • Nachweise über einschlägige Berufserfahrungen und sonstige Befähigungsnachweise, sofern diese zur Feststellung der Gleichwertigkeit erforderlich sind (im Original oder beglaubigte Kopie),
  • eine Erklärung, ob und bei welcher Stelle ein Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit gestellt wurde und ob bereits ein Bescheid erteilt wurde. Bereits erteilte Bescheide sind ebenfalls beizufügen.

Zeugnisse, Bescheinigungen und Nachweise zur Person müssen Sie als amtlich beglaubigten Kopien vorlegen. Fremdsprachige Unterlagen und Nachweisen müssen von einer allgemein beeidigten und öffentlichen bestellten Übersetzerin oder einem allgemein beeidigten und öffentlich bestellten Übersetzer übersetzt werden.

Zwischen 25,00 und 600,00 Euro. Die Gebühr richtet sich nach dem Aufwand des Anerkennungsverfahren

Keine.

Die zuständige Stelle muss innerhalb von 3 Monaten über Ihren Antrag entscheiden.

Sofern Sie mit der Entscheidung der zuständigen Stelle nicht einverstanden sind, können sie Klage beim Verwaltungsgericht einlegen. Die genauen Details entnehmen Sie bitte jeweils den Schreiben mit der Entscheidung des Landesschulamtes Sachsen-Anhalt – Referat Berufsbildende Schulen.

Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt

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