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Quelle: BUS Sachsen-Anhalt (Linie6PLus)

Arbeitserlaubnis für eine Saisonbeschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern erhalten

Beschreibung

Ausländerinnen und Ausländer können eine saisonabhängige Beschäftigung in Deutschland aufnehmen, soweit die Bundesagentur für Arbeit mit der Arbeitsverwaltung des jeweiligen Herkunftslandes eine Vermittlungsabsprache geschlossen hat. Auf dieser Grundlage kann die Bundesagentur für Arbeit eine Arbeitserlaubnis zur Ausübung einer saisonabhängigen Beschäftigung erteilen. Die Arbeitserlaubnis kann für Einsätze in folgenden Wirtschaftsbereichen erteilt werden:

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gartenbau
  • Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Obst- und Gemüseverarbeitung
  • Sägewerke

Die Arbeitserlaubnis müssen Sie als Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Die Saisonbeschäftigung darf nicht länger sein als 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen und darf maximal 6 Monate innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten betragen.

Für die vorübergehende Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern als Saisonarbeiterinnen und -arbeiter muss der Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit eine Arbeitserlaubnis beantragen.

Um eine Arbeitserlaubnis für ausländische Saisonarbeitskräfte zu erhalten, müssen Sie einen Antrag stellen:

  • Gehen Sie auf die Antragsseite der Bundesagentur für Arbeit, füllen Sie den  Antrag aus und reichen Sie ihn bei Ihrem zuständigen Arbeitsmarktzulassungsteam ein.
  • Die Bundesagentur für Arbeit prüft Ihren Antrag und fordert Sie auf, Nachweise über Arbeitsentgelt, Arbeitszeiten und sonstige Arbeitsbedingungen einzureichen.
  • Wird Ihr Antrag bewilligt, erhalten Sie von der Bundesagentur für Arbeit einen Bescheid.

Damit Sie die Arbeitserlaubnis erhalten können, müssen Sie nachweisen können, dass die Saisonarbeitskräfte, die Sie beschäftigten möchten,

  • ausreichend krankenversichert sind,
  • über eine angemessene Unterkunft verfügen,
  • ein konkretes Arbeitsplatzangebot oder einen gültigen Arbeitsvertrag besitzen und 
  • mindestens 30 Stunden pro Woche arbeiten werden.

Die Arbeitserlaubnis wird nicht erteilt, wenn 

  • sich die Ausländerin oder der Ausländer bereits im Bundesgebiet aufhält, es sei denn
    • die Person ist eingereist, um die Saisonbeschäftigung aufzunehmen, für die die Arbeitserlaubnis beantragt wird oder
    • die Arbeitserlaubnis wird für eine Saisonbeschäftigung beantragt, die an eine vorherige Saisonbeschäftigung anschließt
  • der oder die Saisonbeschäftigte einen Antrag auf Asyl gestellt hat oder
  • der oder die Saisonbeschäftigte den Verpflichtungen einer früheren Saisonbeschäftigung nicht nachgekommen ist oder
  • sich Ihr Unternehmen in einem Insolvenzverfahren befindet oder
  • Ihr Unternehmen nicht (mehr) geschäftstätig ist.
  • Nachweise über Arbeitsentgelt, Arbeitszeiten und sonstige Arbeitsbedingungen für Ihre Saisonarbeitskräfte, zum Beispiel Arbeitsverträge 
  • Nachweise über Krankenversicherungsschutz und Unterbringung für Ihre Saisonarbeitskräfte 
  • Kopien der Reisedokumente der Saisonarbeitskräfte, zum Beispiel der Reisepässe

Es entstehen keine Kosten.

Auskünfte über Arbeitsentgelt, Arbeitszeiten und sonstige Arbeitsbedingungen für Ihre Saisonarbeitskräfte müssen Sie, nachdem Sie die Bundesagentur für Arbeit dazu aufgefordert hat, innerhalb eines Monats einreichen.

Die Bearbeitungsdauer kann nicht angegeben werden.

  • Widerspruch. Detaillierte Informationen, wie Sie Widerspruch einlegen, können Sie dem Bescheid über Ihren Antrag entnehmen.
  • sozialgerichtliche Klage

Formulare: ja 
Onlineverfahren möglich: nein 
Schriftform erforderlich: ja
Persönliches Erscheinen nötig: nein

Das Formular „Ihr Stellen- bzw. Arbeitsplatzangebot für Saisonkräfte in der Landwirtschaft“ erhalten Sie beim zuständigen Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit.

Antragsseite der Bundesagentur für Arbeit

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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