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Quelle: BUS Sachsen-Anhalt (Linie6PLus)

Altlastenkatasterauskunft

Beschreibung

Altlasten sind Altablagerungen und Altstandorte, durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Dies können sein: z. B. stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen und sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen) oder Grundstücke stillgelegter Anlagen auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Altstandorte). Schädliche Bodenveränderungen sind Beeinträchtigungen der Bodenfunktionen, die geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit herbeizuführen.

Die zuständigen Bodenschutzbehörden führen eine Datei über schädliche Bodenveränderungen und Altlasten und deren Verdachtsflächen (Altlastenkataster).

Jeder Person wird auf Antrag bei hinreichender Begründung die Möglichkeit eröffnet, Auskunft aus dem Altlastenkataster zu erhalten. Von Bedeutung sind derartige Auskünfte bei einem Grundstücksan- und verkauf, bei Bauvorhaben oder Abrissprojekten sowie bei Grundwassernutzungen im Umfeld von Altlasten.

Zuständig sind die unteren Bodenschutzbehörden (i.d.R. die Umweltämter) der Landkreise und kreisfreien Städte.

Zur Erteilung einer Auskunft sind:

  • Eigentumsnachweis (Kopie Grundbuchauszug)
  • Vollmacht des Grundstückseigentümers

  • Vollmacht oder Auftragskopie des Gerichtes oder der Behörde

  • wenn vorhanden: Flurkartenauszug oder Lagekarte

  • Angabe zur Gemarkung, Flur und Flurstück

  • sonstige Nachweise eines berechtigten Interesses

Für die Auskunft aus dem Altlastenkataster werden je nach Aufwand Gebühren erhoben. Auskünfte zur Gebührenhöhe erhalten Sie von der zuständigen unteren Bodenschutzbehörde.

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